| Vom Kleinen zum Großen Zu Gast beim König Ein Wintertraum |
Der Sonne entgegen Die weiße Spur im Lesachtal |
Wanderweg „Vom Kleinen zum Großen"
|
||
Gehzeit |
2 Std. |
|
| Gesamtdauer Nature Watch Führung |
4 Stunden | |
| Höhendifferenz | 300 m | |
| Streckenlänge | 4,8 km | |
| Klassifizierung | Wanderweg | |
| Wegbeschaffenheit | Breiter, leichter Wanderweg, gutes Schuhwerk erforderlich | |
| Download gesamte Beschreibung: | ||
Kurze TourbeschreibungDie Tour beginnt direkt beim Vital und Wanderhotel Taurerwirt. Über eine Alte “Heu Riese“, die hinter der im 17. Jahrhundert erbauten Marienkapelle beginnt, geht es durch einen Fichten/Lärchen Wald bis hinauf zu den Zirbenbäumen. Die Gerhard Liebl Aussichtsplattform (1.800m) ist ein besonders schöner Aussichtsplatz mit dem Blick ins Dorfertal, bis zum Kalser Tauern und auf die vielen 3000er der Granatspitzgruppe. Auch bei schlechtem Wetter ist diese Tour gut machbar. Dann im speziellen konzentriert man sich auf die kleinen Dinge die bei schönem Wetter gerne übersehen werden. Eine Kulturwanderung, beginnend mit dem Besuch der Marienkapelle, ist eine interessante Bereicherung. Wie bei jeder Taurerwirt Nature Watch Tour nehmen wir ein Luchpaket und Tee mit auf unsere Wanderung.
SchwerpunkteDie Wiese lebt Wiesen sind durch Kulturmaßnahmen geschaffene, meist ausdauernde Pflanzengemeinschaften, die vorwiegend aus Gräsern und anderen krautigen Arten zusammengesetzt sind (Dietl et al. 1998). Die vorherrschende Nutzung ist die Mahd. Der Unterschied zwischen einer Fett- und Magerwiese kommt hier deutlich zum Ausdruck. Die 1. Wiese im Tal (mit Ausnahme vom steilen Hang), wird zwei Mal gemäht und auch gemistet. Durch den Gülleeinsatz kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung von Ampferpflanzen und Löwenzahn. Ebenso häufig wachsen Wiesen-Kerbel, Glatthafer, Wiesen-Rispengras und Wiesen-Lieschgras. Diese Gräser und Kräuter gelten als Trennarten zu den höher gelegenen Wiesen, welche vor allem durch den scharfen Hahnenfuß, großer Bibernelle, Frauenmantel, Wiesen-Klee und Ruchgras geprägt sind. Die Wiese an der Waldgrenze wird jährlich oder gar nur zweijährlich, zum Teil noch mit der Sense, gemäht. Da sie sehr trocken ist sieht man nur vereinzelt Trollblumen und Krokusse. Vielmehr zu entdecken sind Wundklee, Wiesen-Salbei und Alpen Kreuzblume. Je nach Bodenverhältnissen und Nutzung gibt es eine Vielzahl von Ausbildungen. Aus der Sicht des Botanikers ist es erfreulich, Wiesen mit große Artengefüge anzutreffen. Der Bauer hingegen denkt eher an den schnellen Ertrag, auch wenn dieser nur mit vermehrter Düngung zu schaffen ist.
Die einzigartige Geologie der Hohen Tauern Das Tauernfenster ist in seiner Größe einmalig auf der Welt. Die Hohen Tauern sind aus einer Vielfalt an Gesteinen aufgebaut. Diese sind fast durchwegs Umwandlungssteine, d. h. durch Metamorphose entstanden. Die Umwandlung zu den heutigen Gesteinen erfolgte durch enorme Drucke und hohe Temperaturen, die im Zuge der alpinen Gebirgsbildung auftraten. Einzigartig an den Hohen Tauern ist, dass jene Gesteine an die Oberfläche gelangten, die eigentlich von anderen Gesteinen überlagert wurden. Zusätzlich nagten Verwitterung und Abtrag am Gebirge. Die Metamorphose hat während der Gebirgsbildung zwar fast alle in den ursprünglichen Sedimentgesteinen enthaltenen Fossilreste zerstört, aber dafür ist durch Einschlüsse bei der Faltung eine große Zahl an Mineralien neu entstanden. Für Mineralsammler sind die Hohen Tauern ein klassisches Fundgebiet. Eine über 2.000 Jahre alte Tradition hat der Bergbau. Vielerorts sind Reste in Form von verfallenen Knappenhäusern und Stollenlöchern zu finden. So auch im Bereich der Blauspitze, die im Blickfeld liegt. Mit den Ferngläsern sehen wir den Stollen, aus dem im 16. Jhdt. Kupfer abgebaut wurde.
Der Klettermeister, die Gams (Rupicapra rupicapra) Genauso wie der Steinbock ist die Gämse ein ausgezeichneter Kletterer. Mit ihren Schalen klebt sie geradezu am Fels. Beide Geschlechter tragen Hörner, die so genannten Gamskrucken. Gämsen leben häufig in Rudeln. Meist Geiß mit Kitz aber auch mehrere Mutterfamilien. Auch junge Böcke bilden Rudel, wobei ältere Böcke ausgesprochene Einzelgänger sind. Die Lebensweise im Rudel bringt für die Tiere die größtmögliche Sicherheit. Bei Gefahr warnen sie mit einem lang gezogenen heißeren Pfiff. Die Brunft beginnt Ende Oktober und dauert bis Mitte Dezember. In dieser Zeit gibt es zwischen den Böcken heftige Rivalitätskämpfe, die auch tödlich enden können. Ende Mai Anfang Juni setzt die Geiß meist ein Kitz, welches der Mutter bereits nach ein bis zwei Stunden folgt. Im Winter sind Gämsen schwarz/braun und sie haben bis zu 20 cm lange Winterhaare, aus denen die berühmten Gamsbärte gemacht werden. Die steilen Berghänge Richtung Bretterwandspitze und im Dorfertal halten sich die Gamsen besonders gerne auf.
|
||













