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Die Lärche schenkt uns den Goldenen Herbst - aber dieser Baum kann viel mehr...

Heilkraft von Lärchenpech

Lärchenpech war früher fixer Bestandteil vieler Hausapotheken. Aufzeichnungen über die Anwendungsformen des Harzes reichen bis 1543 zurück. In der Volksheilkunde hat man Lärchenpech auch zu Desinfektionszwecken genutzt, egal ob es sich um ein Krankenzimmer handelte, das ganze Haus nach Sterbefällen oder Seuchen im Stall.

 

Die Europäische Lärche, die Larix decidua, wurde 2012 zum Baum des Jahres gewählt. Sie ist es, die uns das gute alte Lärchenpech liefert, das früher noch viel geläufiger war. Nicht nur in der Volks- und Tierheilkunde wurde und wird das Harz vielfältig eingesetzt. So findet es auch Verwendung bei der Abdichtung von Holzfässern oder beim Boots- und Schiffsbau. In der Lack- und Klebstoffindustrie, in der Optikindustrie oder auch in der Kosmetik- und Wellnessindustrie kommen die wohlriechenden Terpentinöle zum Einsatz. Dieses Naturheilmittel hilft bei vielerlei Beschwerden. Das frische Harz ist eine helle, gelblich bis bräunliche honigartige Flüssigkeit. Man könnte sie auch mit Bernstein vergleichen. Der Geruch ist sowohl fein-würzig als auch leicht bitter. Spenderbäume sind im Alter von 80 bis 120 Jahren am ertragsreichsten. Solange die Bohrung fachmännisch durchgeführt wird, nimmt der Baum durch die Harzbohrung keinerlei Schaden.

Anwendung

Aufzeichnungen, in denen die vielfältigen Anwendungsarten des Lärchenharzes beschrieben werden, reichen bis ins Jahr 1543 zurück. Früher wurde Lärchenpech oft bei Wunden, aber auch bei Kreuzschmerzen verwendet.

Largetpflaster

Die Auflage, auch "Largetpflaster" genannt, bestand aus einem Tuch, das man mit flüssigem Harz bestrich und das auf die schmerzende Stelle, z. B. am Rücken, gelegt wurde, bis sich die Beschwerden besserten. Lärchenpech kommt aber auch in der Aromatherapie, beim Räuchern, in Form von Bachblüten und bei der Tierheilkunde zum Einsatz. Den Überlieferungen aus der Volks- und Naturheilkunde zufolge sowie erfahrungsgemäß hat Lärchenpech viele wirkungsvolle Eigenschaften.

Wirkung

Pechsalbe wirkt:
• durchblutungsfördernd,
• wärmend,
• desinfizierend,
• wundheilend,
• entzündungshemmend,
• schmerzlindernd – bei Muskelschmerzen, rheumatischen Beschwerden, bei Hexenschuss,
• bei Erkrankung der Atemwege und Bronchien.

Lärchenpech gilt als lokales Antiseptikum, das sich zur Bekämpfung von Eiterungen und Entzündungen eignet. Es wird auch gerne bei schlecht heilenden Wunden und Furunkeln eingesetzt. Bei Erkrankungen der Atemwege – Husten, Halsschmerzen und/oder Heiserkeit – kann die Harzsalbe auf Brust und Rücken als "Salbenfleck" hilfreich eingesetzt werden. Hinsichtlich rheumatischer Beschwerden wird die Salbe aber eher direkt und zudem großflächig aufgetragen.

Salbenfleck

Beim Salbenfleck wird ein Baumwolltuch dick mit Lärchensalbe bestrichen. Auf einer Bettflasche gut vorgewärmt und auf die betroffene Stelle aufgelegt. Mit einem etwas größeren, ebenfalls vorgewärmten Wolltuch wird alles abgedeckt. Den Salbenfleck bevorzugt abends vor dem Schlafengehen anbringen. Dadurch hat die Salbe Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Bei Kindern empfiehlt es sich, den Salbenfleck jedoch nicht direkt auf der Haut aufzubringen. Die zarte Kinderhaut könnte dadurch zu stark gereizt werden. Es ist besser, den Balsam bzw. die Salbe zwischen zwei Tüchern zu platzieren.
Den Gang zum Arzt ersetzt Lärchenpech natürlich nicht – aber wenn man es früh genug anwendet, kann man meist Schlimmeres abfangen.

Lärchenpechsalbe selber herstellen: 500 ml Olivenöl (Olio Sasso) im Wasserbad erwärmen und darin 0,25 kg Lärchenpech (in der Apotheke erhältlich) darin lösen. Solange rühren bis sich das Lärchenpech mit den Öl verbunden hat. 2 – 3 Fäuste Bienenwachs hinzu geben und auch flüssig werden lassen. Auf einer Untertasse macht man die Tropfenprobe (wie bei der Marmelade) ob die Salbe auch dick wird beim Erkalten. Ist es noch zu flüssig gibt man noch Bienenwachs bei. Abfüllen in kleine Behälter, auskühlen lassen, verschließen und beschriften (auch mit Datum versehen) und kühl lagern.

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